Rückblick: Mein Tagesausflug heute – Frust und Lust …

So, jetzt bin ich gerade von meiner Tagestour zurück gekommen und muss meinem Frust erst mal freien Lauf lassen. Wie ich schon mehrmals im Blog, per Twitter oder Facebook angekündigt hatte, wollte ich heute zum Drachenfest nach Moers, welches auf der Halde Rheinpreußen stattfinden sollte.

Dort wollten sich viele Leute einfinden und ihre Lenkdrachen vorführen. Der Ortsverein Wesel wollte Langdrahtantennen für Kurzwelle an Drachen in die Luft befördern und so Funkbetrieb zu machen. Diverse weitere Attraktionen, Speisen und Getränke sollten das Programm abrunden. So die Theorie …

Als ich in Moers ankam, suchte ich den angegeben Parkplatz für dieses Event. Vorgesehen war der Betriebsparkplatz des in der Nähe liegenden Chemiewerks, welcher von den Besuchern am heutigen Tag benutzt werden durfte.

Auf dem Parkplatz ging es schon los. Dort traf ich gefrustete und zum Teils stark verärgerte Leute die zurück zu ihrem Wagen gingen und auch untereinander diskutierten. Worum es dabei ging, würde ich in ein paar Minuten selbst erfahren.

Am zentralen Wegpunkt, der direkt auf die Halde führt, wurde ich schon von einem Wachmann zurückgewiesen. Dieser sagte mir und auch anderen Leuten, die ebenfalls gerade erst eintrafen, dass die Veranstaltung wegen vorhergesagter Unwetter abgesagt wurde und wir deshalb auch nicht mehr auf die Halde dürften. Eigentlich schade, da ich meine Fotoausrüstung mitgebracht hatte und diese oben auf der Halde auch benutzen wollte.

Persönliche Anmerkung von mir: Ich habe mich vorher im Netz bei den Wetterdiensten erkundigt, da ich ja keinen unnützen Weg machen will. Zu dieser Zeit war keine Vorwarnung und auch auf dem Regenradar war nichts zu sehen. Vor Ort ein blauer Himmel und ein paar dichtere Wolken – sonst nichts. Deshalb habe ich gleich die aktuellen Wetterdaten per Handy abgerufen. Ergebnis: keine Warnung! Vielleicht ein bisschen Regen am Abend.

Ich beschwerte mich wegen der miesen Mitteilungspolitik, dass diese Informationen auf der Homepage nicht veröffentlicht werden. Für jedes kleine Dorffest nutzt man mittlerweile die modernen Kommunikationsmedien wie Twitter, Facebook und Co. Viele Leute haben zum Teil größere Strecken für die Anreise in Kauf genommen und waren deswegen natürlich auch verärgert. Schon allein wegen dem nutzlos vergeudeten Sprit. Selbst jetzt (17:30 Uhr) ist auf der Homepage noch keine Information darüber zu lesen. Also ich war bei diesem Fest zweimal anwesend – das erste und letzte mal!

Das war der Frustteil!

Da ich aber noch nicht wieder zurück wollte, entschloss ich mich, zu nahe gelegenen Landschaftspark Duisburg-Nord zu fahren. Der lang ja quasi auf meinem Heimweg. Dort wanderte ich ein wenig auf dem riesigen Gelände umher und konnte den Nachmittag dann doch noch genießen …

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4 Responses to Rückblick: Mein Tagesausflug heute – Frust und Lust …

  1. Ruhrcacher says:

    jop, leider sind dieses Jahr schon mehere langjährige Events von den Veranstaltern abgesagt worden, weil das geforderte Sicherheitskonzept (finanziell) nicht umsetzbar war.

    Was den AFu-Anteil betrifft, so hatte bereits an anderer Stelle geäußert, dass mir konkrete Infos fehlten. Auf der Vereinswebseite, der Drachenseite und im DARC-Rundspruch wird lediglich darauf hingewiesen, dass während des Drachenfests Funkverkehr auf verschiedenen Bänder durch DL0M betrieben wird.
    Die du schon schriebst, leider ohne Einweise-QRG o.ä. wo man sich nach dem aktuellen Band hätte erkundigen können.
    Daher war es echt zufall, dass mir am Samstag nachmittag DL0M mit deren Behelfsantennen (wg. Windmangel) auf 10m ins Log gegangen ist.

    • TomiXNet says:

      Nach der Station hatte ich natürlich vorher auch schon auf allen Bändern geschaut und leider nirgendwo gefunden – im Gegensatz zu den Leuchturm-Events, welche auf mehreren Bändern zu hören waren. Zumindest neu Direktfrequenz zu Einweisung oder Rückfrage hätte man einrichten können. Bei der Höhe der Halde hätte auch schon ne Handfunke dafür gereicht.

  2. Ruhrcacher says:

    hmm, du hast sicher mitbekommen, was in den letzen Tagen wettermäßig beim Open-Air-Festival in Hasselt/Belgien und beim Weltjugendtag in Spanien passiert ist. Großveranstaltungen + Unwetter können bös ins Auge gehen.
    Den Schuh möchte ist gerade im Ruhrgebiet nach der Loveparade 2010 keine Kommune per anziehen. Eine entsprechende behördliche Unwetterwarnung wird daher auch umgesetzt. Besonders wenn man mit Drachen rumspielt….
    Soweit kann ich die Entscheidung der Veranstalter nachvollziehen.

    Die so.genannten modernen Kommunikationsmedien sind auch immer nur so up2date wie ihr Verwalter. Ich glaube kaum, dass sich jemand der Organisatoren (die ja aus meheren Interessenvertretungen besteht) bei diesem unvorhergeseheen Ereignus Gedanken gemacht hat, dem Webmaster bescheid zu sagen. Das kann man sich eher bei Wacken & Co vorstellen, wo das Marketing via Web ein Standbein ist und sich das Publikum dort auch aktiv auf dem laufenden häklt. Bei der lokalen Spaßverantsaltung in Moers ist die Webseite nur schmückendes Beiwerk, ein must-have, nichts weiteres. Das wirkliche Marketing erfolgt hier über Lokalradio (Radio KW) und Lokalzeitungen. Gab es vlt. dort eine Absage, weil es bereits im Vorfeld der Medium der Wahl war?

    Für uns ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, via Twitter, Facebook und Foursquare immer zu wissen, wer gerade wo an welcher Aktion teilnimmt und wie toll es dort sei.

    Anderes Beispiel: Der Stammgrieche unserer Firma hat zwar eine eigene Website, bekommt es aber nicht hin, die sicher lang geplanten Betriebsferien dort anzukündigen. Ich denke, man hat die existenz der eigenen HP woh schon wieder vergessen…

    • TomiXNet says:

      Aber zu dieser Zeit war der Himmel blau und auf den Wetterseite KEINE Warnungen zu sehen. Mittlerweile scheint jedes Ereignis eine Art Mega-Hysterie auszulösen.

      Das der Veranstalter das mit der Web-Mitteilung nicht hinkriegt ist schon sehr schade. Die meisten Leute wussten nichts von der Absage. Ich habe genügend Leute getroffen, die extrem sauer wegen der unnützen Anreise (habe ein Ehepaar aus dem Sauerland getroffen) waren und sagten, dass sie im nächsten Jahr nicht wieder kommen wollten – ich gehöre ebenfalls dazu!

      Zumindest die Funkamateure hätten etwas zu Information beitragen können, wenn sie eine Anruffrequenz zur Einweisung oder allgemeinen Information genutzt hätten – wie bei jedem noch so kleinen Flohmarkt oder Fieldday auch.