Ausflug zu Halde Hoheward

Am letzten Sonntag, 27. Juni 2010 unternahm ich einen Ausflug zur Zeche Ewald und der Halde Hoheward im Grenzgebiet zwischen Herten und Recklinghausen, die im Landschaftspark Hoheward liegen und Teil der Route der Industriekultur sind. An der Zeche Ewald nutzte ich die neuen Parkmöglichkeiten und ließ dort meinen Wagen stehen.

Anschließend bestieg ich die Halde über die lange Treppe, die zu Füßen eines zweistöckigen Aussichtsturmes endet. Hier wollte ich zuerst den Traditional-Cache „All eyes on Ewald“ – (GC25CFC) finden, der an oder auf dem Turm versteckt sein soll. Diese Suchaktion war dann auch nicht besonders schwer, da an diesem Tag ausgesprochen wenig Muggel an dieser Stelle unterwegs waren. Dieses konnte man wohl einerseits auf das Wetter mit Temperaturen um die 31° C schieben und andererseits auf das am frühen Nachmittag stattfindende WM-Fußballspiel Deutschland gegen England. So habe ich mich auch nicht lange dort aufgehalten und mich brav ins Logbuch eingetragen.

Danach setzte ich meinen Ausflug in Richtung des großen Horizontobservatoriums fort, welches oben auf der Halde Hoheward installiert ist und auch schon gut aus der Ferne gesehen werden kann (selbst von weit entfernten Halden in der Ruhrregion). Auf dem Weg dort hin konnte ich sehen, dass der Westteil der Halde momentan weiter aufgeschüttet wird. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich aber noch nicht erkennen, wozu dieses geschieht.

Leider ist dieses Gebilde seit der Errichtung im Jahr 2008 und der Entdeckung von diversen „Baumängeln“ eingezäunt und nicht komplett begehbar. Bis heute hat es anscheinend niemand geschafft, diese Mängel zu beseitigen. Ein am Bauzaun angebrachtes Schild teilt dem Besucher mit, dass diese Arbeiten zügig erledigt werden sollen. Nur seltsam, dass genau dieser Zustand vor exakt einem Jahr, als ich das letzte Mal hier war, genau so bestand.

Das Schild klärte mich aber auf, dass die Aufschüttung der Halde dazu gedacht ist, eine Plattform für Veranstaltungen zu schaffen. Das war ja schon eine Frage, die ich zuvor beim Aufstieg von der Westseite hatte. Meine Vermutung: hier wird so etwas wie das Amphitheater auf der Halde Haniel in Bottrop geplant.

Ein weiteres Highlight ist die große Sonnenuhr mit dem Obelisken, der dessen Mittelpunkt kennzeichnet. Diese ist auf einem Nebenplateau neben dem Horizontobservatorium angelegt und durch einen schmalen Weg leicht erreichbar.

Die Sonnenuhr ist als eine große gepflasterte Fläche mit diversen Markierungen angelegt, die das Ziffernblatt darstellen und somit die Stunden abbilden sollen. An der Südseite sind diverse Tafeln in den Boden eingelassen, mit dessen Hilfe dem Besucher die Funktion dieser Uhr näher gebracht werden soll.

An den Rändern des „Ziffernblattes“ hat der Erbauer auch einige Bänke platziert, so das der Besucher dort verweilen und eine Pause nach dem mühsamen Aufstieg einlegen kann.

An der Ostseite bin ich nun die Halde herabgestiegen, um zur nächsten Station meines Ausfluges zu kommen – die Drachenbrücke. Übrigens befindet sich hier auch ein Tradi-Cache, den ich aber schon letzten Jahr gefunden habe.

Über der Cranger Straße, die neben der Halde verläuft, hat man eine Brücke gebaut, über die man bequem zur ehemaligen Zeche Recklinghausen gelangt.

Die Brücke selbst soll den Körper eines Drachen abbilden. Das obere Ende der Brücke, welches zur Halde zeigt, hat die Form eines Drachen. Es sieht so aus, als wenn er sich drohend vor dem Besucher aufbäumt wenn man aus Richtung der Zeche Recklinghausen kommt.

Erwähnen möchte ich auch noch, dass sich ein Besuch der Brücke in der Dunkelheit lohnt, da besonders der Drachenkopf von hellen Scheinwerfern angestrahlt wird und das Gebilde noch eindrucksvoller macht (siehe Wikipedia-Foto).

An diesen Ort habe ich dann wieder eine ganze Reihe Fotos gemacht, die ältere im Fotoalbum ersetzen sollen.

Zum Abschluss folgte dann noch eine kurzer Abstecher zu schon zuvor genannten Zeche Recklinghausen. Hier wollte ich dann auch noch ein paar Fotos vom Förderturm schießen und und mich dann anschließend wieder an den mühsamen Aufstieg auf die Halde zu begeben.

Wieder an der Zeche Ewald angekommen, wollte ich auch noch die alte Dampfmaschine besichtigen und noch ein paar Detailfotos davon machen. Beim Besuch im letzten Jahr habe ich nur insgesamt fünf Bilder gemacht und das soll sich nun ändern.

Vor Ort angekommen folgte schnell die Ernüchterung. Von außen konnte ich durch dies Scheiben schon erkennen, dass jemand diesen Raum als Abstellkammer verwendet hat (wie kann man so etwas bei einem Industriemuseum machen?). Der vordere Bereich, der im letzten Jahr noch ein Restaurant und begehbar war, ist neu vergeben beziehungsweise vermietet worden und nur zu bestimmten Zeiten geöffnet.

So, das waren erst mal die Erlebnisse des Ausflugstages. Es ist auf jeden Fall ein schönes Wochenend-Ausflugsziel für Fotografen, Geocacher und für die ganze Familie.

Weitere Informationen findet ihr hier:

Weitere Bilder findet ihr wie immer im Fotoalbum.

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