Rückblick: Unsere Fahrt entlang des Ruhrtalradweges

ruhrquelle_tom_kleinWie einige Leute sicherlich schon gehört hatten, haben Sylvia (Roxianna) und ich in der letzten Woche zwischen dem 06. August und 08. August unsere geplante Radtour entlang des Ruhrtalradweges absolviert.

Tag 1 – Dienstag, 06. August 2013
Wir fuhren also früh am Morgen mit der Bahn in Richtung Sauerland, wo wir in Bestwig den Zug verlassen und unsere Fahrt nach Winterberg mit dem Bus fortsetzen mussten. Dies war notwendig, da durch einen Erdrutsch die Schienenstrecke blockiert ist. In Winterberg machten wir uns auf zur Quelle der Ruhr. Leider hörten wir hier auf Passanten und landeten in einem Wald mit dichtem Gestrüpp,. Als wir uns dann auf unser Navi verließen, konnten wir über eine Straße unser Ziel schnell erreichen. Leider hatten wir durch diese falsche Richtung einige km zu viel zurückgelegt und dadurch auch wertvolle Zeit eingebüßt. An der Quelle haben wir zuerst ein paar Fotos gemacht und anschließend die Daten für den an dieser Stelle befindlichen Earthcache „Die Ruhrquelle“ gesammelt.Kaum zu glauben, dass dieses kleine Rinnsal hier zu einem großen Fluss wird, der später einmal die Seen Hengsteysee (Dortmund), Harkortsee (Wetter/Herdecke), Kemnader See (Bochum) oder Baldeneysee (Essen) speist. Nach einer kurzen Stärkung begannen wir dann unsere Fahr entlang des Ruhrtales, Die ersten ca 10 bis 15 km waren recht gut zu fahren, da es hierbei nur bergab ging. Leider geht es dann logischerweise auch wieder bergauf. So gestaltete sich unsere erste Etappe als recht anstrengend. Wir erreichten dann am Abend die Stadt Meschede, wo wir auf einer Bauernhofpension ein Zimmer für die Nacht reserviert hatten. Nach dem Abendessen in der Stadt machten wir uns auf zu unserem Quartier. Was wir aber nicht wussten, der Bauernhof lag auf einer Anhöhe und ziemlich weit draußen. Mit unserem Gepäck und den Rädern mussten wir den ganzen Weg hinauf und durch den dunklen Wald schieben. Wir erreichten dann gegen 22 Uhr unser Ziel. Zuhause habe ich dann mittels Google-Earth den Weg auf Länge und Höhenunterschied überprüft. Es war eine Strecke von 2 km und der Höhenunterschied betrug 100 m. Insgesamt betrug unsere Fahrstrecke am ersten Tag 48.20 km.

Tag 2: Mittwoch, 07. August 2013
Am zweiten Tag führen wir den Abschnitt der Strecke, der uns über Arnsberg nach Schwerte führen sollte. Leider führt ein Großteil der Strecken an einer Bundestrasse vorbei und später dann auch durch Wohngebiete und ein Industriegebiet. Zumindest diesen Teil fanden wir nicht so prickelnd. Zwar war die Landschaft um uns herum recht schön, doch hatten wir uns etwas anderes versprochen. Wir dachten, dass wir näher am Ruhrufer entlang fahren würden. Den Weg, den wir entlang des Ruhrtales fuhren, war übrigens der offizielle GPS-Track vom Ruhrverband. Diesen hatten wir uns daheim auf unser GPS gespielt. Am führen Abend hatten wir dann noch ca. 15 km vor unserem Etappenziel ein wenig Pech, denn es fing jetzt richtig stark an zu regnen und wir kriegten so richtig die Hucke voll. Mit nassen Klamotten erreichten wir dann endlich so gegen 20 Uhr unser Quartier in Schwerte. Bleibt zu hoffen, dass der nächste Tag wieder wettermäßig besser wird. Die zurückgelegte Strecke war heute die längste – 88.25 km

Tag 3: Donnerstag, 08. August 2013
Am dritten Tag lag die Strecke bis Essen vor uns. Leider regnete es heute und wir mussten uns und unser Gepäck regenfest machen. Dieser Tag sollte ein ereignisreicher Tag mit vielen Pannen werden. Wir fuhren bis Dortmund-Hohensyburg und bogen auf den vorgegeben Weg zum Ruhrufer ab. Leider standen wir nach ca. 3 km vor einer Absperrung, die die Weiterfahrt unmöglich machte. Hier war ein Hang abgerutscht, der den kompletten Weg unter sich begraben hatte. Wir mussten also bist zur Straße zurück. Dort angekommen folgten wir dieser Straße in die gleiche Richtung. Wir dachten, das wäre eine gute Idee. Das stellte sich allerdings als eine nicht so gute Lösung heraus, da diese Straße oberhalb immer steiler wurde.Daheim habe ich nachgemessen und erhielt eine Strecke von 1.90 km bei einem Höhenunterschied von 98 m. Also fas das gleiche Dilemma wie am ersten Tag. Nur war die gesamte Steigung erst auf dem letzten Stück und nicht verteilt auf die gesamte Strecke.Nachdem wie dieses Hindernis endlich überwunden hatten, kamen wir dann zügig weiter bis Wetter. Da tauchten dann weitere Probleme auf. Sylvias Hinterreifen schliff am Rahmen und das ohne erkennbare Ursache. Aber ein vorbeifahrender Radfahrer erkannte unser Problem und half bei der Fehlerbehebung. Wir hofften nun, dass unsere Fahrt zügig weiter gehen konnte – falsch gedacht. Jetzt funktioniert die Gangschaltung nicht richtig. Abgenommen und wieder korrekt aufgesetzt schien erst mal wieder alles ok zu sein. Leider ließ sich nur noch der 4te Gang betreiben. Mittlerweile waren wir schon ziemlich gefrustet und zum ersten Mal schwirrte der Gedanke vom Abbruch in unseren Köpfen. Aber da wir schon so weit gekommen waren, viele Strapazen bewältigt hatten und wir uns die gesamte Route als Herausforderung ansahen, wollten wir es dann erst mal weiter versuchen und Sylvia fuhr im 4ten Gang weiter. Dies war natürlich sehr anstrengend und wir hofften auf ebenen Weg und keine weiteren Komplikationen. Nach einige Weile erreichten wir dann die Burg Hardenstein in Witten-Herbede. Hier wollten wir uns dann mit der Fähre auf die andere Seite der Ruhr transportieren lassen. Hier fuhren wir dann weiter bis zum Kemnader See, wo wir eine Rast einlegen wollten. Dort sahen wir dann einen Fahrradverleih und Sylvia vermutete, dass dieser auch in der Lage war ein Rad zu reparieren – wenn man so etwas schon verleiht. Wir hatten Glück und der Mitarbeiter des Verleihs konnte die Gangschaltung wieder in den ordnungsgemäßen Zustand versetzen. Also konnten wir unsere Fahrt wie geplant fortsetzen und hofften, dass keine weitere Panne passiert. Tatsächlich schienen wir jetzt Glück zu haben  und so konnten wir dann vorbei an Hattingen und Bochum-Dahlhausen unsere Route fortführen. Am frühen Abend erreichten wir dann endlich Essen-Steele, wo wir in die S-Bahn einstiegen und nach Hause fuhren. Natürlich waren wir mächtig stolz auf unsere Tour und gratulierten uns gegenseitig.Trotz der Probleme gelang es uns doch noch das gesteckte Ziel zu erreichen. Die Fahrstrecke betrug heute übrigens 69.50 km.

Übrigens: Bilder von dieser Tour findest du im Fotoalbum, welches unter der folgenden URL zu erreichen ist.
www.toms-totoalbum.de

Streckenstatistik:
Tag 1 : 48.20 km
Tag 2 : 88.25 km
Tag 3 : 69.50 km
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Gesamtstrecke: 205.95 km

Elevation Profile

Verlaufskarte_RuhrtalRadweg_mini

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2 Responses to Rückblick: Unsere Fahrt entlang des Ruhrtalradweges

  1. Machete Falconetti says:

    Ein sehr schöner Reisebericht.
    Wir starten diese Tour am 29.08. und sind schon sehr gespannt.
    Dank diesem Reisebericht, versuchen wir es besser zu machen 😉
    Aber gegen Regen sind wir dann auch machtlos 😉

    • TomiXNet says:

      Das ist schön. Ich bin dann mal auf eure Erfahrungen gespannt. Den Track kann man sich von der Webseite des Ruhrverbandes herunterladen. Beachtet aber die Sperrungen und Umleitungen in Dortmund. Sonnst müsst ihr den gleichen Berg bezwingen 😉